• Falls Ihre Reise in ein Malariagebiet führt, gehört eine ausführliche und Ihren Bedürfnissen angepasste Beratung über die Vorbeugung der Malaria zu den Hauptaufgaben der reisemedizinischen Beratung.
  • Hier können nur die wichtigsten Prinzipien zusammengefasst werden:
    • Die Erreger der Malaria werden durch den Stich von Mücken übertragen.
    • Deshalb ist der Schutz vor Mückenstichen (Auftragen von Mückenabwehrmittel sog. Repellents und Gebrauch von Moskitonetzen) wirksam und immer anzuwenden.
    • Bezüglich dem Einsatz von Malariamedikamenten gibt es je nach Reiseziel 2 verschiedene Strategien:
      1) In Regionen mit hohem Malariarisiko (vgl. Karte Malaria) müssen Malariamedikamente vorbeugend regelmässig eingenommen werden.
      2) In Gebieten mit niedrigem Risiko (vgl. Karte Malaria) wird der Reisende instruiert, ein Notfallmedikament aus seiner Reiseapotheke korrekt anzuwenden.
    • Ohne korrekte Vorbeugung oder falls bei einem Krankheitsausbruch nicht innerhalb von 24 Stunden korrekt behandelt wird, kann eine Malaria rasch lebensbedrohlich werden.
    • Weltweit erkranken pro Jahr mehr als 100 Millionen Menschen an Malaria. Dabei kommt es zu mindestens 1 Million Todesfälle jährlich.
    • In der Schweiz gibt es etwa 800 Malariafälle pro Jahr, dabei kommt es trotz Intensivbehandlung leider immer wieder zu einigen Todesfällen.
    • Lassen Sie sich durch Laienberichte über Nebenwirkungen der Medikamente oder alternative Vorbeugemassnahmen (z.B. homöopathische Präparate) nicht verunsichern, sondern lassen sie sich fachlich korrekt beraten.
    • Sollten Sie ein Medikament tatsächlich nicht gut vertragen, kann eine Alternative gesucht werden.
    • Für Schwangere und Familien mit Kleinkinder ist von einer Reise in ein Hochrisikogebiet zu Ferienzwecken ganz abzuraten. Wir können Ihnen tropische Destinationen ohne Malariarisiko nennen.
    • Für Last-Minute Reisende, Langzeitreisende (länger als 3 Monate) und Leute, die in ein Malariagebiet ausreisen, um dort zu leben, gelten je nach Reiseziel spezielle Empfehlungen.
    • Menschen, die früher in einem Malariagebiet gelebt haben, verlieren nach kurzer Zeit die dort erworbene Teilimmunität und können wie Touristen an einer Malaria erkranken. Häufig wird diese Gefahr bei einem Besuch in der Heimat unterschätzt.
    • Auch Vielreisende, die zum Beispiel jährlich nach Ostafrika reisen, brauchen jedes Mal eine korrekte Malariavorbeugung.
    • Falls es nach korrekter vorbeugender Medikamenteneinnahme in einem Hochrisikogebiet trotzdem zu Fieber nach der Reise kommt,
      ist sofort ein Arzt aufzusuchen.
    • Nach Durchführung einer Notfallbehandlung empfiehlt sich eine Nachuntersuchung auch ohne Krankheitssymptome.